Stadtpfarrkirche zum Heiligen Johannes dem Täufer

Die Gründung erfolgte um 1200 durch die Johanniter. Beim Hajdukeneinfall 1605 wurde die Kirche schwer verwüstet und geplündert, das Gestühl und die Altäre wurden zerstört. 1772 – 1778 wurde sie unter der Leitung von Baumeister Leopold Ainspinner zur heutigen Form umgebaut. Von den beiden damals vorhandenen Türmen wurde der an der Westseite gelegene abgetragen. 1945 richtete der Beschuss durch die deutsche Artillerie schwere Schäden an. Bis 1947 wurde an der Behebung der Schäden gearbeitet. 1988 wurde der Zwiebelturm wiedererrichtet, nachdem eine private Initiative die Finanzierung sicherstellen konnte. Die Neugestaltung des Altarraumes (1995) stammt von Gottfried Johannes Höfler. 2003 wurden zwei der ehemals 20 Farbglasfenster aus der Missionskirche St. Severin, die 1985 aufgelassen worden war, in die Kirche eingebaut. „Die Erschaffung der Natur“ von Hans Wolf aus dem Jahr 1965 und „Die Erschaffung des Menschen“ von Erika Wolf-Rubenzer aus dem Jahr 1964.

MALTESER ORDENSKOMMENDE
Die Fürstenfelder Kommende ist in dieser Form die älteste Niederlassung der Johanniter in Österreich. Sie wurde um 1200 als Hospiz gegründet. 1605 wurde sie von den Hajduken verwüstet und niedergebrannt. 1664 (Schlacht von Mogersdorf) verlegte Raimund Graf Montecuccoli sein Hauptquartier hierher. 1945 wurde die Kommende schwer beschädigt und nicht mehr in der ursprünglichen Größe aufgebaut.

STADTPFARRHOF
Er wurde 1723 unter Komtur Poppo Graf Dietrichstein und Stadtpfarrer Dr. Kaspar Walter Soecker erbaut. 1945 wurde das Gebäude schwer beschädigt. 1993 erfolgte eine grundlegende Renovierung und Modernisierung des Pfarrhofes. Die lateinische Inschrift über dem Eingang des Pfarrhofes lautet in deutscher Übersetzung: „Nach Karl des Sechsten Krönung zum König in Prag und während Elisabeth dort von Gottes Gnaden ihrer Niederkunft entgegensah, ist (dieses Gebäude) unter der gütig-gnädigen Schirmherrschaft des Gundakar Poppo Dietrichstein und mit wohlwollender Unterstützung des Kaspar Walter Soeker, Pfarrer und Doktor der hochheiligen Theologie, von Grund auf errichtet worden.“ Die Inschrift enthält ein für die Barockzeit typisches „Chronogramm“, d. h. die Buchstaben in roter Farbe in der Inschrift ergeben die Jahreszahl 1723.


  • Eduard Mörike
    Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.
    Eduard Mörike

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