Pfarrkirche Altenmarkt

Altenmarkt wurde urkundlich das erste Mal 1233 bzw. 1234 erwähnt, als  Leopold von Blumenau das Dorf an die Johanniter (später Malteser) verschenkte. Um 1240 / 1250 haben die Johanniter eine Kirche errichtet, und zwar im romanischen Stil. Als Patronin fungierte Maria in der Au, wodurch dieses Gotteshaus auch zu einer Wallfahrtskirche wurde.

Ende des 13. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 14. Jhdts. wurde die Kirche erstmals kräftig umgebaut: Im gotischen Stil wurde das Presbyterium (mit Fresken und Spitzbögen) angebaut, eine holzgetäfelte Flachdecke eingezogen und ein niedriger Turm an der Westseite vorgestellt.

Etwa 1662 bis 1667 erfolgte eine barocke Umbauphase mit Verbreiterung des Kirchenschiffes nach Süden hin, die hölzerne Flachdecke wurde abgetragen und durch das noch heute sichtbare Gewölbe ersetzt. Der gotische Turm wurde aufgestockt und mit einem Zwiebelhelm gekrönt. Die bereits an der Südostseite angebaute Sakristei wurde 1770 aufgestockt, wodurch die südseitigen Fresken großteils zerstört wurden.

Am Ende des 2. Weltkrieges wurde die Kirche nicht stärker beschädigt, obwohl im Pfarrhofbereich zumindest 3 Granattreffer einschlugen (beim dritten wurden 4 Personen getötet, weitere verletzt).

Die letzte große und umfassende Restaurierung wurde 1986 beendet.

Kirchenpatron Hl. Donatus: Nach der Zeit um Kaiser Joseph II. (gest. 1790) dürfte der hl. Donatus als Pfarrpatron „Maria in der Au“ abgelöst haben.

Der Römerstein von Altenmarkt

Der aus der Zeit zwischen 100 – 200 n. Chr. stammende Mamorstein (Gummener Marmor aus Kärnten) litt in der äußeren Südwand unserer Pfarrkirche sehr unter den Einflüssen des Wetters, weswegen er 2013 von der Außenseite in das Innere der Kirche (Südseite) versetzt wurde. Wenn der Stein nicht von woanders hergekommen ist, wurde er wahrscheinlich in der Zeit von etwa 1235 bis 1300 (Installation der Mensa bei der großen gotischen Umgestaltung) als Altarstein verwendet, worauf auch 5 eingravierte Kreuze an der Rückseite hinweisen.

Turmmuseum

Auf 4 Etagen kann man eine Ausstellung über Wegkreuze, Pfarrer und Kapläne, kirchliche Gebrauchsgegenstände, Messgewänder, eine alte Turmuhr etc. sehen, und nebenbei einen schönen Rundumblick über die Gegend genießen. Führungen gibt es zu speziellen Terminen (Pfarrfest, Lange Nacht der Kirchen, …).

 


  • Eduard Mörike
    Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.
    Eduard Mörike

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