Museum Pfeilburg Fürstenfeld

Die Lage der Stadt Fürstenfeld hat von jeher alle Funktionen einer Grenzfeste erfüllen müssen. Einer der wichtigsten Türme der Fürstenfelder Stadtmauer, der „Schwarzturm„, stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist einer der wenigen noch erhaltenen Wehrtürme der Steiermark. Er ist in das zum Turm gehörende Schloss Pfeilburg integriert. Die Pfeilburg, benannt nach dem Besitzer Hans Pfeilberg, der das Anwesen 1490 erwarb, ist ein Haus, das die 850-jährige Geschichte der Stadt Fürstenfeld bestens repräsentiert.

In elf Räumen wird die wechselvolle Geschichte der „Stadt an der Grenze“ dokumentiert. Der Name „Kruzitürken-Museum“ leitet sich vom alten Fluch ab, der die doppelte Belastung der Oststeiermark durch Türken und Kuruzzen anspricht.


Eng mit Tabak und Rauchkultur verbunden

1691 begann Christoph Liscutin in Ungarn und in den Ländereien um Fürstenfeld mit dem Tabakanbau. Zwei Jahre später, 1693, gründete er in der Pfeilburg die 1. Tabakfabrik Österreichs – eine der ältesten weltweit. Dem Thema der Tabakwarenerzeugung und der ausgeprägten Genusskultur widmet das Museum im zweiten Stock besondere Aufmerksamkeit. Mehr als 300 Exponate geben einen anschaulichen Einblick in die Geschichte der Rauchkultur.

Sonderausstellung 500 Jahre Reformation – Luthers Geist in Fürstenfeld

Dauer der Sonderauststellung bis Mai 2018 zu den Öffnungszeiten des Museum Pfeilburg

„500 Jahre Reformation – Luthers Geist in Fürstenfeld“ lautet der Titel einer Ausstellung, die derzeit im Museum Pfeilburg in der Fürstenfelder Klostergasse zu sehen ist. Aus Wittenberg, einem 2000-Seelen-Städtchen an der Elbe, kommt 1517 eine Idee, die den Lauf der Welt verändern wird. Es ist eine völlig neue Art, über die Bibel zu denken. Ihr Protagonist ist der Augustiner-Mönch Martin Luther. Im Verlauf der Generationen folgen Millionen Menschen den Reformatoren. Bereits um 1540 bekennt sich ein Groß-teil der Fürstenfelder Bevölkerung zum Protestantismus. In der Ausstellung wird die Geschichte der evangelischen Gemeinde in Fürstenfeld erzählt, die nach der „Zwangspause“ in der Gegenreformation, im 19. Jahrhundert zur „Eiskellergemeinde“ wurde und sich seit dem kontinuierlich vergrößerte.


Impressionen


  • Eduard Mörike
    Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.
    Eduard Mörike

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